In modernen Prüfständen ist das Aufbringen von diversen kontrollierten Belastungen von höchster Bedeutung. Dabei kommt dem Hydraulikzylinder eine zentrale Rolle zu: Er erzeugt definierte Belastungen und Bewegungen präzise und messbar, um unterschiedliche Prüflinge oder Systeme realitätsnah zu testen.
Aussagekräftige Prüfergebnisse setzen voraus, dass der eingesetzte Prüfstandzylinder über den gesamten Prüfverlauf hinweg präzise einstell- und regelbar ist. Dies betrifft nicht nur die exakte Regelung der Kräfte, sondern auch die gezielte Erzeugung von unterschiedlichen Bewegungsabläufen.
Mithilfe der Prüfzylinder von ACONA lassen sich entsprechende Prüfbedingungen an unterschiedlichsten Prüflingen zuverlässig nachbilden.
Was macht einen Prüfstandzylinder so besonders?
Während herkömmliche Zylinder vor allem auf Kraftaufbringung oder Bewegung im Allgemeinen ausgelegt sind, liegt der Fokus bei Prüfstandzylindern auf kontrollierter, messbarer Belastung. Diese muss oft über lange Zeiträume hinweg erfolgen, bei sehr genauen Druckverläufen und weitestgehend reproduzierbaren Ergebnissen. Je nach Testtyp müssen Prüfstandzylinder zudem hohen Frequenzen standhalten.
Gleichzeitig darf der Zylinder das Messergebnis nicht verfälschen. Faktoren wie innere Reibung, Leckage oder ungewollt auftretende Kräfte müssen minimiert oder gar vermieden werden und der Zylinder soll teilweise über Millionen von Zyklen hinweg gleichbleibend funktionieren.
Konstruktion, Werkstoffwahl, Dichtungskonzept und die mögliche Integration von Sensorik sind daher deutlich anspruchsvoller als bei herkömmlichen Hydraulikzylindern und werden bei ACONA gezielt auf die jeweilige Prüfaufgabe abgestimmt.
Als besonders effektive und effiziente Lösung für Prüfstandanwendungen gewinnen servohydraulische Zylinder zunehmend an Bedeutung. Ausschlaggebend hierfür ist die Kombination aus hoher Regelgenauigkeit und Nachhaltigkeit. Durch die bedarfsgerechte Regelung wird die Anlage nur dann und nur in dem Umfang belastet, wie es der jeweilige Prüfablauf erfordert. Dadurch lassen sich Belastungen präzise einstellen, unnötige Energieverluste vermeiden und gleichzeitig reproduzierbare Prüfergebnisse erzielen.
Leistungsanforderungen an Prüfstandzylinder
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Feindosierbare Belastungen
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Hohe Wiederholgenauigkeit bei Mikroverformungen
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Minimale innere Reibung
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Maximale Dichtheit
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Integrierbare Sensorik
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Exakte Steuerbarkeit
Die Präzision und Genauigkeit der eingebauten Hydraulikzylinder sind von großer Bedeutung, da aus den erhobenen Messdaten wichtige Größen, wie Lebensdauer oder Verschleiß abgeleitet werden. Zusätzlich müssen die von Anfang an wirkenden Belastungen exakt erfasst werden, um die Ergebnisse zuverlässig vergleichen zu können.
Was sind die häufigsten Ursachen für Zylinderungenauigkeiten?
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Falsche (Dichtungs-)werkstoffe
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Extreme Temperaturen
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Montagefehler
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Ungeeignete Hydraulikflüssigkeiten
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Sensorungenauigkeiten
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Stick-Slip-Effekte
Unser Ansatz zur Sicherstellung höchster Genauigkeit
ACONA ist bewusst, dass aus den entstehenden Ungenauigkeiten des Hydraulikzylinders schwerwiegende Folgen für Sie entstehen können.
Bereits in der Auslegungsphase wird der Hydraulikzylinder mithilfe von FEM-Analysen und unserem Expertenteam gezielt auf Ihre Prüfanforderungen abgestimmt.
Nach der Fertigung werden sämtliche Bauteile und Komponenten geprüft – inklusive protokollierter Funktions-, Druck- und Dichtheitsprüfung – um höchste Präzision, Zuverlässigkeit und Qualität sicherzustellen.
Fazit: Hochpräzise Hydraulikzylinder ermöglichen eine exakte Kraftmessung und -steuerung. Dadurch entstehen verlässliche Prüfergebnisse mit hoher Aussagekraft, die als Grundlage für die Qualität Ihrer Produkte dienen. Eine entsprechende Qualität führt zu Kundenvertrauen und schließlich zu steigenden Verkaufszahlen für Sie.
Somit gilt: Höchste Genauigkeit ab Beginn der Planung!
Innovation für Offshore-Windenergie
Aufgrund begrenzter Ressourcen rücken Umweltschutz und nachhaltige Lösungen immer stärker in den Fokus, vor allem bei der Energieerzeugung.
In der Windenergie kommen heute Rotorblätter mit Längen von bis zu + 115 m zum Einsatz, die extremen Belastungen durch Wind und Wetter standhalten müssen.
Einer unserer Kunden entwickelt Prüfstände für exakt diese Anforderungen und beauftragte ACONA mit der Entwicklung und Fertigung der zum Prüfstand gehörenden Hydraulikzylinder.
Der Prüfstand ermöglicht sowohl statische als auch dynamische Tests der Rotorblätter. Bei der statischen Prüfung wird das Rotorblatt mithilfe der Hydraulikzylinder so weit gebogen, dass zuvor berechnete Extrembelastungen realitätsnah eingeleitet werden. Um diese enormen Kräfte aufbringen zu können mussten wir die Zylinder mit 4900 mm Hub ausstatten.
Bei der dynamischen Prüfung hingegen steht die Lebensdauerfestigkeit im Fokus: Das Rotorblatt wird mit seiner Eigenfrequenz beaufschlagt und über mehr als eine Million Lastwechsel geprüft.
Das Ergebnis spricht für sich:
Die Zusammenarbeit mit unserem Kunden war ein voller Erfolg. Der Rotorblattprüfstand zählt nicht nur zu den größten Prüfständen weltweit, sondern verfügt erstmals über eine integrierte Kipp- und Drehfunktion und setzt damit neue Maßstäbe in der Rotorblattprüfung.
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